Heute vor genau einer Woche fand das GZ Forum der Goslarschen Zeitung statt. Alle Anwärter:innen für das Bürgermeisteramt unserer Berg- und Universitätsstadt wurden eingeladen um gemeinsam über die Themen aktuelle Lage/Finanzen der Stadt, Sanierungsgebiet Zellerfeld und Stadtentwicklung zu diskutieren.
Zu einer echten Diskussion kam es nicht wirklich, da recht schnell deutlich wurde: Eigentlich treten (fast) alle mit ähnlichen Zielen an. Alle Kandidat:innen wollen die Stadt nach vorne bringen und die vorherrschenden Missstände beseitigen und setzen dabei auf Einigkeit. Entsprechend der harmonischen „Diskussion“ fiel das Urteil der GZ zu dem Abend für quasi alle Kandidat:innen recht negativ aus, was mit einer gewissen ironischen Haltung verkündet wurde.
Die harmonische Gesprächsführung, welche ganz klar auf eine Konfliktvermeidung ausgerichtet gewesen ist, wurde durch Worte wie „farblos“ und „ohne Biss“ beschrieben. Nun ja, dieser Eindruck mag entstanden sein, allerdings bin ich der Auffassung, dass ein gemeinsames Ziehen an einem Strang nichts Schlechtes für unsere Stadt ist. Nach den letzten Monaten und den Konflikten, die die Ratssitzungen bestimmt haben, waren wohl alle Seiten darauf bedacht, keinen Streit vom Zaun zu brechen.
Dies ist aber nicht mit fehlendem Kampfgeist zu verwechseln! Ich brenne weiterhin dafür, alles für unsere Stadt zu geben – allerdings ist für mich das „Miteinander“ dabei am wichtigsten – dafür verzichte ich gerne auf die eine oder andere Möglichkeit, auf Kosten anderer in einer Podiumsdiskussion zu glänzen.
Ich bedanke mich recht herzlich bei der GZ für die Organisation und die Möglichkeit eines gemeinsamen Austausches zwischen den Kanditat:innen. Dieser Abend hat für mich gezeigt, dass Gemeinsamkeiten und eine konstruktive Zusammenarbeit im Vordergrund stehen. Auch wenn das nicht die Haltung ist, die gute Schlagzeilen macht, ist es doch genau das, was unsere Bergstadt so dringend benötigt.